Historie
Der Ugrino-Verlag war ursprünglich eine Gründung des Hamburger Schriftstellers, Orgelbauers und Harmonikers Hans Henny Jahnn.
Ab 1921 gab Jahnn gemeinsam mit Gottlieb Harms Abhandlungen über Fragen des Orgelbaus und Musikwerke barocker und vorbarocker Komponisten in sehr kostspieligen, bibliophilen Ausgaben heraus (Erstausgabe der Orgelwerke Vincent Lübecks, Gesamtausgabe der Werke Dietrich Buxtehudes, Samuel Scheidts und anderer). Diese Notenausgaben waren einzigartig und richtungsweisend in ihrer Qualität und wurden von führenden Musikwissenschaftlern hoch gerühmt.
Wissenschaftliche Mitarbeiter waren
Gottlieb Harms und nach dessen Tod Dr. Hilmar Trede. Sie sichteten die Originalhandschriften und fertigten Abschriften dieser Werke an. Die originalen Tabulaturen wurden in moderne Notenschrift übertragen.
Hans Henny Jahnn selbst war nur Verleger, nicht Herausgeber. Monna Harms und später Ernst Eggers führten den Verlag innerhalb Deutschlands während des Nazi-Regimes weiter, da Jahnn bei Gefahr für Leib und Leben ins Exil gedrängt wurde. Erst am 9. August 1971 wurde der Verlag nach zahlreichen Umschichtungen von Jahnns Tochter an den VEB Deutscher Verlag für Musik Leipzig verkauft.
Der Ugrino-Verlag wurde 2010 neu gegründet, um bislang unveröffentlichte Schriften aus dem Trede-Nachlass (Aufbewahrung bei Henny Jahn) zu verlegen, die der Gründer des ersten Ugrino-Verlags explizit in diesem Verlag veröffentlicht wissen wollte.
Weiterhin ist der neue Ugrino-Verlag ein Fachverlag für hochwertige harmonikale Literatur im Sinne der pythagoreischen Harmonik.
Verlagsgründerin und Herausgeberin sämtlicher Schriften ist Henny Jahn, Dortmund.
Im Bezug auf Drucklizenzen des alten Ugrino-Verlages wenden Sie sich bitte an die Rechtsabteilung des Breitkopf & Härtel-Verlages, Kontaktvermittlung gern auch über mich >>>




